Lenny Kravitz und die Leica M Monochrom aus der "Drifter" Reihe

Ich gebe zu, auch mich hält der Mythos Leica gefangen. Und ich weiß ganz genau, dass ich es mir niemals werde leisten können, ein solches Gerät zu kaufen! Ich tröste mich dann damit, dass ich in einem Foto-Forum einmal Bilder von einem Photographen gesehen habe, der sich stolz Leica-Photograph oder so ähnlich nannte. Meines Erachtens waren die Bilder nicht besonders gut, und ich habe mich gefragt, wo denn der Leica-Anteil der Photos lag. Nichts habe ich gefunden. Offensichtlich liegt die Freude und Befriedigung des Photographen darin, mittelmäßige Photos mit einer teuren Leica in der Hand gemacht zu haben! Nun, wer es sich leisten kann! 

Einmal habe ich mich in einer Leica-Veranstaltung wiedergefunden und war umgeben von offensichtlich sehr reichen Menschen und, ich sage es einmal so, von Spinnern. Neid? Will ich nicht ganz ausschließen!

Um vom Mythos etwas mitzukriegen, kaufe ich regelmäßig das Leica-Magazin LFI. Meinen Zeitschriftenhändler frage ich dann immer, ob meine Freundin Elfi schon da ist. Sehr oft sind tolle anregungsvolle Bilder von Leica-Fotografen zu sehen. Es macht Spaß, die neuesten Präsentationen der Firma zu betrachten, in der Gewissheit, sie mir niemals leisten zu können.

Um zum Thema zu kommen. In der letzten Ausgabe der Zeitschrift LFI ist ein Kapitel dem Künstler und Photographen Lenny Kravitz gewidmet. Gezeigt wird eine eindrucksvolle Strecke von Bildern, alle mit einer Leica M  Monochrom aus der Serie "Drifter"-Set gemacht unter Zuhilfenahme der Objektive Summilux-M 1:1:4/50 Asph und Noktilux-M 1:0,95/50 Asph. Der geneigte Leser kann ja einmal nachrechnen, was er dafür auf den Tisch legen müsste. Ziemlich überzeugt bin ich, dass Lenny dafür keinen Cent auf den Tisch legen brauchte. Von so einem großen Künstler kann man doch kein Geld verlangen! Es reicht, wenn er sich mit dem Produkt ablichten lässt, obwohl Kravitz den ansehnlichen Betrag sicher locker hätte hinblättern können. Das finde ich ungerecht, nach dem Motto - Wer schon hat, der bekommt noch obendrauf!

Schauen Sie sich doch mal die besagte Kamera an. Ich finde ihr Äußeres absolut abstoßend! Krokolook, wenn auch imitiert, wie hässlich! Für mich und viele andere Leicafreunde bestand der Reiz der Kamera in ihrer Unauffälligkeit. Möglichst ganz schwarz und mit ganz leisem Auslösergeräusch. Ja, selbst der markante rote Punkt war mancheinem zu viel.

Jetzt glaubt sicher der eine oder andere, dass ich eine Arme Socke bin!  Zur Beruhigung,  ich könnte, wenn ich so einiges zusammenkratzen würde, in einen Photoladen gehen und, vielleicht ein nicht ganz so aufwendiges Set, wie oben beschrieben, kaufen. Diesen Luxus kann ich aber weder mir, noch meiner Familie zumuten! Schöne Bilder, wie ich hoffe, mache ich auch mit meiner derzeitigen Lieblinskamera! Aber, welcher Autofahrer, bestimmt viele, hätte nicht gerne einen Porsche 711!

 

Das Bild oben ist der letzten LFI-Ausgabe entnommen. Ich bitte die Redaktion dafür um Nachsicht. Aber immerhin mache ich doch etwas Reklame für die Marke und für die Zeitschrift.


Die Leica-Präsentation auf der letzten Photokina