Ohne Titel

Ohne Titel

In den letzten Tagen hatte ich mit einem anderen Foto-Blogger einen Disput über Sprache und Fotografie im Zusammenhang. Ich hatte mich an der Formulierung einer Überschrift eines Beitrags gestoßen. Der Anonymität halber zitiere ich das bewusste Wort nicht. Ich habe argumentiert, dass der Sprachgebrauch etwas über denjenigen aussagt, der spricht oder schreibt, dass Wörter/Worte eine gewisse Geisteshaltung ausdrücken, dass Sprache abgleiten kann ins Belanglose, ja ins Ordinäre. Der Kollege wollte mir da nicht folgen, es gäbe ja sogar ein Lexikon der Jugendsprache, damit wollte er wohl den Gebrauch bestimmter Sprachwendungen heiligen. Ich argumentierte, dass eine Sammlung von bestimmten Wörtern noch nichts über deren Wert aussage. Daraufhin erhielt ich lediglich einen Fragenkatalog, ich glaube, es waren 10. Als ich antwortete, ich wolle mich auf keinen Fall examinieren lassen, löschte der betreffende Blogger den Dialog mit der Bemerkung, Sprache habe nichts mit Fotografie zu tun! Dazu gab er aber einer anonymen Leserin Gelegenheit, mich als Troll zu beschimpfen, nähere Formulierungen erspare ich mir. Der Eintrag der Leserin endet mit DNFTT - Abkürzung für - Do not feed the troll“ Den Troll nicht füttern.

Es bleibt aber die Frage, ob Sprache und Fotografie nicht dann etwas miteinander zu tun haben, wenn man  zu einem Bericht oder einem bestimmten Foto eine Über-/Unterschrift setzt.

Zu obigem Foto passen, je nach Blickwinkel, die unterschiedlichsten Titel, die dann die Sichtweise des Betrachters in eine bestimmte Richtung lenken.

Abschließend möchte ich sagen, dass ich es sehr schade finde, dass ein Streitgespräch damit endet, dass eine Partei, wenn sie sich angegriffen fühlt, ohne Argument abbricht und es sogar einer anderen Userin überlässt , den anderen beleidigend zu verunglimpfen! Denn, das Netz vergisst bekanntlich nichts!

Ich finde den Disput darüber, wie Sprache und Fotografie zusammenstehen, interessant. Vielleicht mag ja jemand dazu seine Meinung sagen?

 

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Kommentare: 3
  • #1

    Dirk Trampedach (Montag, 18 Januar 2021 20:18)

    Hallo Volker,

    es ist nichts als (m)eine Meinung, die ich hierlasse:

    In Sachen Kommunikation ist da leider alles schief gelaufen-worst case sozusagen.
    Klar, jeder ist, was er sagt. Sprache, Gebrauch von bestimmten Worten, das sagt was aus über uns, und prägt Verhalten. Mit der Bewertung dieser Umstände geht der Zauber aber schon los.
    Was dem einen z.b: belanglos erscheint, ist für den anderen vielleicht nur unkonkret umschrieben.
    In deinem Beispiel finde ich jedenfalls nicht einen, sondern 2 Personen, die sich angegriffen fühlen.
    Ärger ist nicht selten der Nachbar von Enttäuschung, und die resultiert oft aus nicht erfüllten Erwartungen.
    Auch davon schlummern einige in deiner Erzählung. Und wie so oft, ist es nicht gut gelungen, an verschiedenen Meinungen lernen zu mögen, und es ist auch nicht gelungen, ein Unverständnis anderer Meinungen von der jeweiligen Person als solches zu entkoppeln. Plötzlich gehts nicht mehr ums Thema, sondern um den "Depp an der anderen Seite der Tastatur".
    Es ist Verschwendung von Zeit und Energie, sich (vor allem online) dort aufzuhalten, wo Stil und Kultur eher drauf abzielen, allen Leuten da draußen die einzige Wahrheit zu predigen. In deinem speziellen Fall würde ich immer versuchen, Direktkontakt zwecks Schadensbegrenzung zu suchen. Telefon, Mail. Meist zeigt sich dann schnell, dass es keiner so gemeint hat... ;-)

    Herzlich, Dirk

  • #2

    Volker Krause (Montag, 18 Januar 2021 22:47)

    Hallo, Dirk,
    eigentlich hatte ich dazu eingeladen, über Sprache im Zusammenhang mit Fotografie zu argumentieren.
    "Ich finde den Disput darüber, wie Sprache und Fotografie zusammenstehen, interessant. Vielleicht mag ja jemand dazu seine Meinung sagen?"
    Damit wollte ich die Diskussion schon versachlichen.

    Aber, kennst Du den Ablauf des Disputs mit dem betreffenden Blogger? Wenn ja, müsstest Du erkannt haben, dass ich fair argumentiert habe. Ich habe ihn nicht mit Beschimpfungen angegriffen. Ich habe im Verlauf der Diskussion Werte angesprochen, von denen ich meine, dass sie bei einem laschen Sprachgebrauch leiden. Daraufhin bekam ich ohne vermittelnde Worte einen Fragenkatalog vorgelegt (1.2.3. usw.), den ich beantworten sollte. Das ist zumindest unhöflich und in einer fairen Diskussion unüblich.
    Ich habe geantwortet, dass ich mich nicht examinieren lasse. Daraufhin wurde der Dialog abgebrochen und der User ließ zu, dass eine Leserin mich übel beschimpfen konnte (Troll, nicht weiter füttern usw.). Heute erst ist von diesem Beitrag nichts mehr zu lesen! Leider gehst Du in Deiner Antwort darauf nicht ein!

    Es ist Verschwendung von Zeit und Energie, sich (vor allem online) dort aufzuhalten, wo Stil und Kultur eher drauf abzielen, allen Leuten da draußen die einzige Wahrheit zu predigen.

    Wie ich das verstehen soll, wird mir nicht klar! Das war nicht meine Absicht! Und von meinem Diskussionspartner habe ich bisher kein klärendes Wort zwecks "Schadensbegrenzung" vernommen.
    Ich gebe Dir aber recht, es ist "Verschwendung von Zeit und Energie, ..... "allen Leuten da draußen die einzige Wahrheit zu predigen." Bin ich Jesus?

    Aber, Dank für Deine Meinung, ich lasse auch alles hier stehen.
    Viele Grüße und vor Allem bleib gesund, um etwas viel Wichtigeres aufzugreifen.

    ps ach ja, fällt mir gerade ein, hast Du Deinen Kommentar zu meinem Barockepos gelöscht? Geht das überhaupt? Jedenfalls ist er nicht mehr da.

  • #3

    Dirk Trampedach (Dienstag, 19 Januar 2021 17:45)

    Ja, da hast du recht, die Antwort scheint an deiner Frage vorbei zu gehen. Allerdings nur auf den ersten Blick, wie ich finde, das ist nur leider schlecht beschrieben von mir. Und außerdem wäre deine Frage ja auch ohne die ganze Geschichte zu stellen möglich gewesen. Aber da sie nun zu lesen war, hat´s mich beeinflusst, zu schreiben, was ich dachte. Also sorry, wenn das nicht in deinem Sinne war... ;-)

    Die Sprache und die Fotografie, das ist sehr eng, wenngleich es auch unisolo auskommt. Meine Gedanken dazu waren nur eben an der Stelle, dass man sich über die Sprache und die Fotografie schwerlich sinnstiftend unterhalten kann, wenn schon die eigentliche gegenseitige Sprache nicht "verstanden" wird.

    Gelöscht? Ich nix.

    Herzliche Grüße, Dirk