Über das Gespräch zwischen Thomas Berlin und Silke Lauffs

Beide Fotos Silke Lauffs

Im Laufe des Gesprächs sagt Silke Lauffs, dass sie als Mittelformatkamera eine alte Kiev 6X6  habe. Ihre Bilder zeigen, dass es auch mit der alten Lady möglich ist, wunderbare Fotos zu machen. Ich bin beruhigt, weil auch ich eine solche Kamera besitze. Allerdings sagt sie auch, sie müsse sich bald mal umsehen, weil sie nicht mehr "so ganz rund laufe". Aha, ich stehe also nicht so ganz alleine mit meinen kleinen Problemen mit der Kiev. 

Begeistert haben mich die im Abdruck des Gesprächs gezeigten Fotos. Wunderbare Panoramaaufnahmen, wohl aufgenommen mit einer Horizon 202 Panoramakamera. Einfühlsame, sanfte Fotos. Monochrom weich.

Silke Lauffs arbeitet stets analog, das sieht man den Aufnahmen an, sie haben das kaum zu beschreibende Etwas des Handwerklichen. Sie beschreibt das so -

"Ich mag den "Kampf" um das Bild. Bei jedem neuen Negativ, das man in den Vergrößerer legt, fängt man wieder bei Null an: Belichtungsreihe und Gradationsüberlegungen. Von einem kleinen Teststreifen raten, wie das gesamte Bild in der gewählten Kombination aus Zeit und Gradation wohl aussieht und dann Abwedeln, Nachbelichten, Entwickeln, bleichen tonen, trocknen, pressen, ausflecken. Ein langer Prozess aber danach "kennt" man seinen Gegner und wenn es gut gelaufen ist, hat man ihn bezwungen und ein Bild vor sich, das zu einem spricht."

Wer jemals in einer Dunkelkammer gesessen hat, um Fotos zu entwickeln, der weiß, was sie meint. Nichts geht darüber, auf dem belichteten Fotopapier im Entwicklungsbad ein Bild entstehen zu sehen, wenn man es zuvor mit den oben beschriebenen "Tricks" bearbeitet hatte. Das ging auch ohne Lightroom! Heutzutage braucht man nur den Rechner einzuschalten, ein Bildbearbeitungsprogramme aufzurufen und die richtigen Hebel zu bedienen. Manchmal schafft schon ein Plugin den gewünschten Effekt. Der lästige Aufbau der Apparaturen im Bad entfällt wie das Ansetzen der Chemikalien usw.. Ja, wenn man eine stets zugänglich Dunkelkammer hätte ........ !

Gefreut hat mich auch Lauffs Anmerkung, die Liebe zur Fotografie mit all ihrem Drum und Dran sei bei einer Foto AG in der Schule entstanden. In einem Unterricht, wie auch ich ihn vor vielen Jahren gehalten habe. Vielleicht haben ja auch meine Bemühungen den einen oder anderen Schüler zur Fotografie gebracht!

 

Durch dieses Gespräch bin ich auf die oben schon angesprochene Horizon 202 aufmerksam geworden. Im Internet habe ich geforscht und konnte feststellen, dass diese seltsame Kamera sehr schöne Bilder zaubern kann und obendrein noch erschwinglich ist. Bestückt wird sie mit einem normalen 36er Kleinbild-Film und liefert 21 Negative im Format 2,4X5,8.

Sollte jemand Erfahrung mit der Horizon202 haben, so wäre es schön, weitere Informationen zu bekommen.

Ich füge zwei Fotos aus dem Gespräch mit Silke Lauffs bei, ich hoffe dabei auf das Verständnis der Autorin.

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Kommentare: 1
  • #1

    Silke Lauffs (Dienstag, 26 Januar 2021 19:25)

    Danke für die nette Besprechung! Herzliche Grüße aus Berlin...