Hinterm HORIZON(T) gehts weiter.

Schon vor längerer Zeit habe ich in einem Fotoblog Bilder einer Berliner Fotografin gesehen. Sie zeigten markante Bauwerke und Landschaften in Panoramaansicht. Aufgenommen waren sie mit einer speziellen Panoramakamera namens HORIZON. Die Fotos waren beeindruckend. Herumblättern im Internet ergab als Ergebnis diese Kamera,

Hergestellt wird sie in Russland und besteht zum größten Teil aus Plastik. In Deutschland wird sie von der Firma Lomographie  für ca. 340€ vertrieben. Offensichtlich ist das Teil sehr begehrt, denn sie ist im Moment nicht lieferbar. Also habe ich mich bei Ebay umgesehen, auch hier war das Angebot mager. Aber ich habe noch eine solche Kamera für einen erschwinglichen Preis ersteigert. Sie schaut zunächst etwas ungewöhnlich aus. Das hat seinen Grund. Beim Auslösen öffnet sich der gewölbte braune Vorhang und das Objektiv bewegt sich sehr geräuschvoll von einer Seite zur anderen.

Geladen wird sie mit einem Kleinbildfilm, machbar sind 23 Aufnahmen, natürlich wegen des gestreckten Panoramaformats. Als Blenden sind zu verwenden 2,8- 4,5-6-11 und 16. Als Verschlusszeiten sind einzustellen 1/60-1/125- und 1/250. Will man länger belichten, so setzt ein Hebelschwenk die Kamera in einen anderen Modus und so sind bei gleicher Blendenzahl Belichtungszeiten von 2-4 und 8 Sekunden möglich.

Gewundert habe ich mich beim Auspacken über den beiliegenden Pinn. Dessen Bedeutung erklärte mir später der Verkäufer so. Ich solle beim Fotografieren aufpassen, dass meine Finger nicht mit aufs Bild kämen, beim Schwenk des Objektivs würden sie unweigerlich mit abgebildet. Das würde besagter Pinn verhindern, der auf einer Seite unter der Kamera zu befestigen sei. An ihm solle man die Kamera beim Auslösen festhalten.

Gestern habe ich den ersten Film geschossen, morgen werde ich ihn entwickeln und die Ergebnisse, soweit vorzeigbar, präsentieren.

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