11. September

Natürlich weiß auch ich, was ich am 11. September vor 20 Jahren erlebt und empfunden habe.

Am Bildschirm habe ich all die schrecklichen Bilder gesehen. Kaum fassend, dass solch entsetzliche Taten geschehen konnten.

So unwirklich, dass Zuschauer in der ganzen Welt life dabei waren, wie die Türme einstürzten und Menschen vor Verzweiflung aus Fenstern in den sicheren Tod sprangen.

Mit einer solch abscheulichen Tat wollten die islamischen Fundamentalisten ihren Gott erfreuen! Wie menschenverachtend!

 

Zäsur - die Bilder kaum verdaut, sollten wir am Abend an einem Konzert der Dommusik am Dreikönigenschrein des Kölner Doms teilnehmen. Wir wollten das Konzert nicht versäumen, weil unser Sohn in der Domkapelle Oboe spielte. Viele Gäste versammelten sich um Schrein und Orchester. Es herrschte eine beklommene Stimmung. Jeder hatte wohl noch die schrecklichen Bilder vor Augen.

Auch mich beschlich ein beklemmendes Gefühl, in einem riesigen hohen  Bauwerk zusammen mit so vielen Menschen zu sitzen. Eine aller Wahrscheinlichkeit nach unbegründete Angst. Ich hatte den Eindruck, mit diesem Gefühl aber nicht alleine zu sein.

Darum empfand ich es befremdlich, dass keiner der hohen geistlichen Herren vor dem Konzert ein Wort zu diesem unfassbar grausamen Anschlag sagte! Auch ein Gebet für alle Leittragenden wäre zu dieser Stunde  angemessen gewesen!

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