Mein Versuch, Tierfotograf zu sein

Letzte Woche war ich in Holland. Genauer gesagt am Brouwersdam, dem weitbekannten Surfer-Paradies auf der Grenze der beiden Provinzen Südholland und Zeeland. Das Wetter war schauderhaft, jedenfalls für das Empfinden eines Normalmenschen. Strömender Regen und Sturm. Aber ganz nach dem Geschmack geübter Surfer, die ihre Kapriolen auf den Brettern vorführten. Wir wollten nur das Tosen des Meeres beobachten, bevor die Straße über den Deich gesperrt würde.

Den Seevögeln gefiel das Wetter aber gar nicht. In Scharen saßen sie schutzsuchend  in Reih und Glied auf dem Deich, allesamt die Köpfe in den Wind gestreckt, kaum ein Vogel war auf der aufgepeitschten See zu sehen. So etwas hatte ich noch nie beobachtet.

Ans Aussteigen war zunächst nicht zu denke, es regnete in Strömen und der Wind stemmte sich mit aller Macht beim Öffnen gegen die Autotür. Die ersten Fotos machte ich durch die Windschutzscheibe. Auf der XT4 saß das Fujinon Aspherical 55-200mm  1:3,5-4,8  Objektiv. Es galt also, sich mit dem Auto so nahe wie möglich den Vögeln zu näher. An den Straßenverkehr gewöhnt, ließen sie eine annehmbare Nähe zu. Die Lichtverhältnisse waren so, dass bei 400 ASA und Blende 5,6 eine Verschlusszeit von 1/600 möglich war.

Die kleinen Vögel, Meeres-Strandläufer, verfügen über eine gute Tarnfarbe, sodass dieses Bild wenig Kontrast in den Farben bietet. 

Möwen und Austernfischer



Austernfischer, von einem vorbeifahrender Radfahrer gestört, erheben sich.

Die Bilder, die ich hier zeige, sind ein kleiner Teil der tatsächlichen Ausbeute. Viele Fotos sind unscharf oder vom Schnitt her nicht akzeptabel. Ich muss einsehen, dass mein Umgang mit dem Teleobjektiv übungsbedürftig ist. Ohne Stativ, aus der Hand, ist für mich kaum eine hundertprozentige Schärfe zu erreichen. Die extrem schlechten Wetterbedingungen mögen etwas entschuldigen. 

Um so mehr bewundere ich die Fähigkeiten anderer Fotografen, die sich auf die Tierfotografie spezialisiert haben! Dennoch war dieser stürmische Nachmittag am tosenden Meer in Gesellschaft hunderter Vögel, und gestrandeter Surfer, ein Erlebnis.

Zuletzt einige  Handy-Foto aus dem Auto heraus


Sturm und Wellen waren offensichtlich so gefährlich, dass vereinzelt Surfer Hilfe benötigten. Offensichtlich waren die Vögel vernünftiger.

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