Gibt es ein erfülltes Fotografenleben auch ohne eine Leica?


Leicas - rechts besagte Leica MR10-R

"Einen Porsche oder eine Leica", so lautet meine stereotype Antwort, wenn mich meine Enkelin fragt:" Opa, was wünschst Du Dir?" Damit will ich eigentlich nur sagen:"Ich weiß nicht was!" 

Zur Leica - Leicas sind teuer, haben aber einen roten Punkt. Manche Fotografen glauben, dass erst eine Leica mit entsprechenden Objektiven Erfüllung bringt. 

Ich kann daher gut verstehen, dass  Florian Renz einmal an einem Leica-Workshop  (Wanderwoche durch die italienischen Alpen) teilnehmen wollte, zumal er sich eine Fotoausrüstung nach Wunsch für diese Woche zusammenstellen konnte. Er beschreibt in seinem Blogartikel, welch anfängliche Schwierigkeiten er beim Scharfstellen mit der Messsucherkamera hatte ( Leica M10-R).  Das könnte mir genauso gehen, weil ich (fast) ein Leben lang mit Spiegelreflexkameras fotografiert habe und auch Brillenträger bin.

Florian meint auf den Fotos, die er auf der Reise gemacht hat, den besonderen Charakter zu erkennen, die speziell eine Leikalinse macht. Projiziert er, wie auch andere Fotografen, dabei nicht die eigene Wunschvorstellung hinein, für das ausgegebene kleine Vermögen auch adäquate Ergebnisse erzielt zu haben?

Auch Fuji-Kameras haben, wie Florian schreibt, ihren Charme und bestimmt ihre Qualität. Die Brillanz gerade der Objektive von Fuji war auch ein Grund dafür, dass ich seinerzeit Canon den Rücken gekehrt habe.

Für mich ist es beklagenswert, dass heutzutage beim Fotografieren die besonderen Vorzüge von Objektiven im Vordergrund stehen, aber ein gutes Foto glänzt vor allem durch Motivwahl, Lichtführung und Bildschnitt. Ein Objektiv unterstützt lediglich den Bildeindruck.

Der Blockartikel von Florian Renz hat mir gerade darum gut gefallen, weil er schreibt, wie ihn diese Woche mit der Leika-Ausrüstung wieder auf die Füße gestellt hat, herab aus dem elitären Leica-Himmel.

Aber, lest selbst, die Lektüre des Artikel lohnt sich!

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0