Café`Greco in Rom

Es sind furchtbare Leute, wenn man sie in ihrem Café Greco sitzen sieht. Ich gehe auch fast nie hin, weil mich so sehr vor ihnen und ihrem Lieblingsort graut.
Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847)


Mendelssohn hat sich noch ausführlicher über das Cafe`   Greco ausgelassen, als er auf Goethes Spuren nach Italien und natürlich auch nach Rom reiste. Er mochte die Künstlerszene Roms nicht, anders als sein Vorbild Goethe. Heutzutage sitzt man im  Cafe Greco gewiss nicht mehr auf Holzbänken. Es ist die vornehmer geworden. Das Cafe befindet sich in der noblen Via Condotti nahe der Spanischen Treppe.

Weiter schreibt er:"Da sitzen sie denn auf Bänken umher, mit breiten Hüten auf, große Schlachthunde neben sich, Hals, Backen, das ganze Gesicht mit Haaren zugedeckt, machen einen entsetzlichen Qualm, sagen einander Grobheiten; die Hunde sorgen für die Verbreitung von Ungeziefer; eine Halsbinde, ein Frack wären Neuerungen; - was der Bart vom Gesicht freilässt, das verdeckt die Brille (...) Dazu machen sie so kranke Madonnen, schwächliche Heilige, Milchbärte von Helden, daß man mitunter Lust bekommt, sie zu prügeln." Rom, 11. Dezember 1830,MENDELSSOHN 1830731, S.87

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