Von einem, der auszog, (wieder) analog zu fotografieren - Teil 1

Leider damals verkauft!

Die erste Digitale

 Die neue Entwicklungsdose -Ersteigert und geliefert, mein Hasselblad-Ersatz

Begonnen habe ich mit dem Fotografieren, ich glaube, damals schrieb man das noch mit zwei mal ph, vor mehr als einem halben Leben, natürlich auf Film. Farbfilme gab ich zum Entwickeln und Bilder-Machen im Fotogeschäft ab, Diafilme wurden zum Hersteller eingeschickt, das Entwickeln hatte man schon beim Kauf des Filmes mitbezahlt. Zurück kamen die fertigen Diapositive, oft schon gerahmt (Kodak).

Lange ging das so, bis dann die ersten Digitalkameras kamen. Nach einiger Zeit kaufte ich mir eine Canon Digital IXSUS mit 2,1 Megapixel. Eine kleine handliche Kamera, die gut in eine Jackentasche passte, wenn ich zum Angeln ging. Der gefangene Fisch konnte fotografiert werden, um ihn zu Hause gleich im Bild zu präsentieren. Bis ich die erste ernsthafte Digitale (EOS 20D) erwarb, das dauerte noch eine Weile. 

Nach anfänglicher Skepsis freundete ich mit der digitalen Technik an, Der Film war vergessen! Viele Jahre lang genoss ich den praktischen Umgang mit der digitalen  Technik und ihren bekannten Vorteilen.

Bis dann eines Tages, ich weiß nicht mehr wann, in den einschlägigen Fotozeitungen das Fotografieren auf Film gepriesen wurde. Neugierig geworden, vertiefte ich mich in diese Thematik, sie war mir ja nicht fremd. Schließlich ersteigerte ich im Internet als Hasselblad-Ersatz eine KIEV88 mit zwei Rückteilen. Wenn schon Film, dann sollte es auch Mittelformat sein. Erst nach dem Kauf, als ich im Netz nach Infos zu dieser Kamera suchte, vernahm ich von deren Tücken. Einige davon stellten sich auch bei mir ein! In diversen Blogbeiträgen habe ich davon berichtet. Bald hatte ich die betagte Ukrainerin (so muss man sie heute nennen) im Griff und die ersten Filme wollte ich nun selbst entwickeln. Von meinem alten Jobo-Tank hatte ich mich beim letzten Umzug getrennt, so musste ein neuer her mit Spiralen für 35er und 120er Film. Im miterworbenen Dunkelsack sollte der 120er Film auf die Spirale geschoben werden. Sollte! Es gelang mir erst unter unsäglichen schweißtreibenden Mühen, den breiten Film aufzuwickeln. Der vergossene Schweiß war wohl der Grund dafür, dass der anschließende Entwicklungsprozess misslang. Total frustriert sann ich nach Abhilfe. Bei Jobo Hilfe suchend, wurde ich enttäuscht, Trockenübungen wurden mir empfohlen!


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