Stackingversuche mit der Fujifilm XT4

Die niederländische Vereinigung Naturmonumente hat im ganzen Land zahlreiche Parks eingerichtet, um die Vielzahl biologischer Arten zu retten und typische niederländische Landschaftsbilder zu bewahren. Naturinteressierte Wanderer können hier stundenlang verweilen. Einer dieser Parks ist der Tenellaplas in Südholland. Das Gelände liegt mitten in einer Dünenlandschaft unweit des Badeortes Rockanje. Nicht weit von hier liegt Rotterdam. Die gewaltigen Hafenanlagen und die Anlagen der Petroindustrie machen sich von hier aus bemerkbar. Seltsamerweise stört es wenig, wenn Natur und Industrie so nahe beieinander liegen. Nur manchmal, wenn der Wind ungünstig steht, nimmt man Chemiegerüche wahr.

Am Rande des Naturschutzgebietes beherberg ein Pavillon eine kleine Ausstellung mit Präparaten aller möglichen Tiere, die hier vorkommen. Freiwillige Helfer geben freundlich Erklärungen und weisen auf Wanderwege und andere Gegebenheiten hin.

Da nun die Vereinigung auf Spenden angewiesen ist, kann es sein, dass auch Sachspenden vorkommen. Auf einem kleinen Tisch kann der Besucher Bücher, Bilder oder auch, wie damals in meinem Fall, Wagen einer Modelleisenbahn betrachten, die zu kaufen waren.

Obwohl ich kein  Modelleisenbahner bin, kaufte ich solch einen Eisenbahnwagen, sorgsam verpackt, für meine Krimskrams - Sammlung.

Zu meiner XT4 fehlte mir ein Makroobjektiv. Meine Wahl fiel auf das Makro von ZEISS, das Touit, 2,8, 50mm.

Bisher hatte ich alle Makros mit meiner alten EOS 7D und einem Makroobjektiv von Sigma (105mm) gemacht. Mit Hilfe der Software von Helikon war es möglich, Stackingaufnahmen zu machen, die dann zu einem Foto zusammengerechnet wurden. Leider funktionieren dieses Programme nur mit Canon- und Nikonkameras.

Die XT4 hat zwei Funktionen für Stackingaufnahmen - eine manuelle und eine automatische. Beide probierte ich aus, leider ohne Erfolg. Auch das Handbuch weist für beide Methoden nur eine ungenaue Vorgangsbeschreibung auf! Auprobieren führte zum Erfolg. 

Geübt habe ich, um jetzt die Kurve zu kriegen, mit dem kleine Eisenbahnwagen vom Tenellaplas. 

Bei der manuellen Methode, die ich bevorzuge, muss man das richtige Verhältnis zwischen der Anzahl der zu erstellenden Bilder und der Anzahl der Schritte herausfinden, in der die Fotos gemacht werden sollen. Wenn beides nicht zusammenpasst, gibts keine durchgehende Schärfe.

Bei den Aufnahmen mit der 7D brauchte ich recht wenig Aufnahmen, um ein scharfes Bild zu bekommen, Bei der Fuji waren viel mehr Bilder nötig, manchmal bis zu 80 (bei meines Fotos)!. Mit der Karte gehts dann zum Rechner, der mit dem Programm HeliconFokus  aus allen Einzelbildern das gewünschte durchgehen scharfe Bild erzeugt.

 

Hier stimmt das Verhältnis.

Hier stimmen Anzahl der Bilder und Anzahl der Schritte nicht überein. Folge, Der hintere Teil des Wagens ist unscharf.


Der Vorbesitzer des Wagens muss ein Sammler gewesen sein. Zur "Gebrauchsanweisung" fand ich noch, verfasst in winzig kleiner Schrift, natürlich in holländischer Sprache, wohl den Verweis auf besondere Merkmale des Gefährts.


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